Roof Rabbits
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Presseartikel Rüsselsheimer Echo vom 02.08.2017

Presseartikel Frankfurter Rundschau vom 10.05.2016

Presseartikel Mainspitze vom 28.04.2016

Presseartikel Mainspitze vom 20.10.2015

Presseartikel Mainspitze vom 25.08.2015

Presseartikel Mainspitze vom 09.05.2015

Presseartikel Rüsselsheimer-Echo vom 03.06.2014

Presseartikel Frankfurter Neue Presse / Neu Isenburg vom 18.01.2014

Presseartikel Rüsselsheimer-Echo vom 16.01.2014

Da röhren nicht nur die Motoren

Beim Kirchgarden-Festival heizen regionale Rock-
und Schlagerbands ein

Rüsselsheimer Echo 02.08.2017 VON ROBIN GÖCKES
Bauschheim.
Die Planungen laufen schon seit Monaten, jetzt biegen die Organisatoren des Kirchgarden-Festivals auf die Zielgerade ein.
Am 5. August röhren auf dem Gelände des Motorsportclub Bauschheim nicht die Motoren, sondern die Verstärker.
Mehr als sieben Bands haben die Macher überzeugt, ohne Gage auf die Bühne zu steigen.

Dazu gibt es ein Familienprogramm und eine Hüpfburg. Und das alles ohne Eintritt und noch dazu für einen guten Zweck.

Die Stilpalette reicht von Rock bis Schlager. „Das mit dem Schlager ist auch für uns was Neues“, sagt Christian Walter,
einer der Organisatoren des Festivals. Das Groß-Gerauer Duo Nicefield wird für süße Schlagerstimmung sorgen.
„Wir wollen das Festival eben für möglichst viele Menschen interessant und spannend machen. So kommt die
Musikauswahl zustande“, erklärt Walter.

Wobei – ein weiteres wichtiges Kriterium für die Bandauswahl gibt es natürlich auch noch: Möglichst lokal, regional,
soll es auf dem Kirchgarden zugehen. So sind die Macher des Festivals 2013 gestartet, und dieser Anspruch gilt
auch jetzt, zur dritten Auflage, noch. „Wir wollen Künstlern aus der Region die Möglichkeit geben, vor Publikum
auf einer Bühne zu spielen“, erklärt Walter. Solche Chancen sind im Rhein-Main-Gebiet vergleichsweise selten.

Größere Acts seien mit dem schmalen Budget schwierig zu bekommen. „Schließlich wollen wir keinen Eintritt nehmen
und die Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken für gute Zwecke spenden“, erklärt Walter.
Was an den beiden Festivaltagen in der Kasse landet, geht jeweils zur Hälfte an den Verein Auszeit und den
Verein Flüsterpost.

Die Organisatoren rechnen mit 300 bis 500 Besuchern. Das Vereinsgelände des MSC sei ein Glücksgriff.
„Die ganze Infrastruktur ist schon vorhanden. Das spart uns viele Kosten, die entstehen würden, wenn wir
irgendwo auf einer Wiese wären.“

Die Roof Rabbits spielen um 13 Uhr, Papierflieger um 14.15 Uhr, Nicefield um 15.30 Uhr, Handkäs Ede um 17 Uhr,
Punch Hole Cloud um 18.30 Uhr, Snerft um 20 Uhr, die Phonys um 22 Uhr und Sdunets um Mitternacht.


Roofrabbits
Die Roofrabbits haben sich im Laufe der vergangene Jahre eine treue Fangemeinde in Rüsselsheim erspielt.
Die vierköpfige Band gibt es seit Anfang 2012. Rico Bozenhard, Jonas Eisenbraun und Andreas Weis waren die
Gründungsmitglieder, inzwischen ist noch Sänger Chris Jarret zu der Formation gestoßen. Gestartet mir
Cover-Versionen der Rock-Klassiker hat die Band über das Jahr 2013 die ersten eigenen Song geschrieben und eingeübt.
Den letzten Schliff haben die eigenen Stücke im März 2014 im Proberaum im Bunker D-20 bekommen, der zwischenzeitlich
von allen Bands geräumt werden musste. Mitte April nahmen die Musiker schließlich in einem Tonstudio in Offenbach
ihre erste eigene CD auf. Die eigene Musik beschreibt die Band als Mischung aus Deutsch-Rock, Alternative und
Blues-Rock.


Von den Bunkerbands probt keine einzige
mehr in Rüsselsheim

Von André Domes

Bands
RÜSSELSHEIM - Im vergangenen Jahr war es eines der Aufregerthemen, das Nutzungsverbot für den Bunker D20 auf dem
Opel-Altwerksgelände. Weil am Bauwerk brandschutztechnische Mängel festgestellt wurden, und niemand bereit war,
sie auf seine Kosten zu beseitigen, war die weitere Nutzung als Proberaumzentrum untersagt worden und die acht
dort beheimateten Bands wurden vor die Tür gesetzt. Mittlerweile ist es um die Bandszene, die sich dort langsam
entwickelte, wieder ziemlich still geworden. Das liegt vor allem daran, dass es seit der Bunkerschließung keine
mehr gibt.

Proben in Mainz

„Von den Bunkerbands ist niemand mehr in der Stadt. Schade, denn jede dieser Bands ist eigentlich eine
Rüsselsheimer Band“, berichtet Rico Bozenhard von den „Roof Rabbits“, die 2014 die ersten musikalischen Mieter
im Hochbunker waren. Seit dem Rauswurf residiert das Quartett in einem Proberaum in Mainz – zusammen mit zwei
anderen ehemaligen Bunkerbands, „headdown“ und „Death Ringer“. „Es ist einfach ganz, ganz schwer, überhaupt
etwas zu finden. Und in Rüsselsheim selbst gibt es eigentlich gar nichts“, fasst Bozenhardt die Lage zusammen.

Kontakt habe man untereinander noch sporadisch, aber einen so engen Austausch oder gar gemeinsame Projekte
wie zu Bunker-Zeiten gebe es schon lange nicht mehr. Das liege nicht zuletzt an den Entfernungen.
Nach Mainz („Roof Rabbits“, „headdown“, Death Ringer“, „Born as loins“), Trebur („The Dislikes“),
Okriftel („Ginfish“), ja sogar bis nach Offenbach („Blindfold“) fahren die hiesigen Musiker nun für ihre Proben.

Dass seine eigene Band einen Raum zum Proben suchte, war 2014 der Ausgangspunkt für die Nutzung des Bunkers.
Bozenhardt hatte Kontakt zum Altwerk-Eigner Dr. Lutz Krauss aufgenommen, der in die anders schwer nutzbare
Weltkriegsimmobilie Schallschutzwände einzog, Elektrik erneuerte und auch sonst in die Infrastruktur investierte.
Auch die Mieter selbst engagierten sich, dankbar für eine Bleibe, beim Ausbau des Gebäudes. „Mit den acht Bands
war der Bunker ja noch lange nicht voll. Und selbst für einen Veranstaltungsraum wäre noch Platz gewesen“,
bedauert Bozenhardt, dass nach einer Begehung mit Bau- und Brandschutzexperten Auflagen gemacht wurden,
die letztlich das Ende des Projektes bedeuteten.

Funkanlage zu teuer

Als Knackpunkt erwies sich in letzter Konsequenz eine Funkanlage für Rettungskräfte, deren Installation der
zu umfangreichen Umbauten bereite Vermieter als wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ablehnte. Auch die Stadt
lehnte ab, das in Privatbesitz befindliche Gebäude auszustatten, um das Mietverhältnis zwischen Bunkerbands und
Altwerk-Eigner aufrecht zu erhalten. „Am Ende hat es an 40 000 Euro für diese Anlage gehangen. Und das können
auch sechs oder sieben Bands einfach nicht aufbringen“, sagt Bozenhard.

Auch die Vorsprache der Musiker beim Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung habe keinen Effekt gehabt.
Bozenhard hatte damals als sachkundiger Bürger das Wort und schilderte den Stadtverordneten die
Problematik: „Mein Eindruck war, dass für die meisten dort Musikkultur nicht im Kulturbereich verortet ist.
Das verstehe ich nicht: In dieser Stadt gibt es bei jedem Thema einen, der sich das auf die Fahnen schreibt
– dafür aber nicht.“

Nach vielen ergebnislosen Gesprächen, Begehungen und der Erfahrung im Kulturausschuss habe man dann irgendwann
keinen Sinn mehr gesehen, weiter um eine Sache zu kämpfen, die offenbar nicht gewollt ist. So war das gemeinsame
Konzert der Bunkerbands im „Rind“ im Oktober 2015 das letzte Zusammentreffen der Bands in der Stadt, die
eigentlich einmal ihre war.

Die Hoffnung ganz aufgeben werde man aber trotz allem nicht, versichert Bozenhard – schließlich gebe es den
Bunker nach wie vor und man habe eine sehr genaue Vorstellung davon, was es brauche, um ihn genehmigungsfähig
zu machen. Nutzbar sei er für die Bands ja schon jetzt: „Wir brauchen ja nicht viel.“

Konzertabend mit „Ginfish“, „Roof Rabbits“
und „headDown“ im Rind

Von Sérgio Presta

RÜSSELSHEIM - Der Bunker im Opel-Altwerk: Mehr als anderthalb Jahre war er Heimat der lokalen Musikszene,
dann wurde er von der Stadt vor einem Monat wegen Brandschutzbedenken dichtgemacht.
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits acht Bands aus Rüsselsheim und Umgebung dort eingemietet.
Drei davon – „Ginfish“, „Roof Rabbits“ und „headDown“ – traten nach dem plötzlichen Verlust ihrer Proberäume nun
am Freitagabend im Rind auf. Ein Auftritt, der allerdings schon vorher feststand, um den „Bunker-Bands“ ein noch
größeres Publikum zu erschließen, wie Rico Bozenhard, Bassist der „Roof Rabbits“ und Lokalradio-Macher, betonte.

Nun jedoch stand das Konzert, dessen Reihenfolge vorher in Bozenhards Sendung ausgelost worden war,
unter ganz besonderen Vorzeichen. So wurde die eine oder andere Anspielung der Musiker auf das Vorgehen der Stadt,
das zur Auflösung der „Musikerkommune“ geführt hatte, von den rund 80 Zuschauern teils mit routinierten
„Buh“-Rufen quittiert. Dennoch war die Stimmung insgesamt locker und gelöst.

Denn das Klangerlebnis stand im Vordergrund, als „Ginfish“ das Programm mit eigenen Songs, aber auch
Coverversionen kraftvoll eröffneten. Vor zehn Jahren noch als akustische Spaßband unterwegs, sind die vier Rocker
schon vor Längerem zur etwas härteren Gangart, dem Melodic Metal, umgeschwenkt. Dabei wurden unter anderem
Old-School-Nummern von „Motörhead“ sowie „Slayer“ und „Monster Magnet“ gelungen gecovert, wobei sich die Gruppe
ihren eigenen Stil stets bewahrte.

Komplett auf eigene Songs (deutsche wie englische) setzten dagegen die sich zwischen Pop, Rock und Alternative
bewegenden „Roof Rabbits“, bei denen insbesondere der sehr präsente Sänger und Gelegenheitsgitarrist Chris sowie
der flotte und energiegeladene Drummer Andy hervorstachen. Auffällig war auch der abwechslungsreiche Sound,
der sich vom klanglichen Einerlei vieler Bands positiv unterschied. So überraschte das Quartett zum Ende hin mit
einer Art Shanty-Chor, der das Publikum erfolgreich zum Mitsingen bewegte.

Zum Finale standen schließlich die Rind-erfahren Alternative-Funk-Rocker von „headDown“ wieder da, wo sie bereits
im Vorjahr das Vorweihnachts-Programm unter dem Titel „Rock Around The Christmas Tree“ eröffnet hatten, und beglückten
die Nachtschwärmer bis kurz vor Mitternacht mit groovigem, gut tanzbaren Sound, aber auch schwermütigeren,
von Weltschmerz geprägten Stücken.

Inzwischen hat die Ex-Bunkerband übrigens in Mainz ihre Zelte aufgeschlagen. In Rüsselsheim scheint die Politik
trotz des näher rückenden Hessentags derzeit wenig Platz für seine musikalischen Eigengewächse zu haben.


Brandschutz-Mängel im Rüsselsheimer
Altwerk-Bunker: Bands fristlos gekündigt

Von André Domes

RÜSSELSHEIM - Es wirkte, als hätte zusammengefunden, was zusammengehört. Acht Bands hatten sich in den
Hochbunker D20 auf dem Opel-Altwerksgelände eingemietet und schlugen aus den dicken Wänden kreatives Kapital.
Ende vergangener Woche kam plötzlich die fristlose Kündigung.

Grund sind brandschutztechnische Mängel, aufgrund derer die Stadtverwaltung ein Nutzungsverbot verfügte
und umfangreiche Nachbesserungen forderte. Die wiederum wären für den Besitzer so teuer, dass die ohnehin
schon nicht rentable Nutzung als Probebunker gänzlich zum Zuschussgeschäft geworden wäre.
Ein herber Schlag für die Bandszene in Rüsselsheim, denn Ausweichmöglichkeiten sind rar.

Besonders bitter ist aus Sicht der Musiker, dass sich Stadt und Vermieter fast schon auf eine Sanierung
verständigt hatten. „Wir haben Begehungen durchgeführt, mit Beteiligung der Verwaltung und mit unseren Architekten“,
berichtet Autowerk-Geschäftsführer Dr. Lutz Krauss, auf dessen Teil des Altwerk sich der auch als „Cola-Bunker“
bekannte Betonklotz befindet. Die Autowerk GmbH habe der Stadt Informationen über das Bauwerk zur Verfügung gestellt,
auf deren Basis ein Maßnahmenkatalog zur Brandschutz-Ertüchtigung erarbeitet wurde. „Darin standen ein paar Dinge,
die sofort zu erledigen waren und eine vorübergehende Nutzung möglich gemacht hätten“, erinnert sich Krauss.

Für eine endgültige Nutzungserlaubnis wären dann weitergehende Arbeiten, beispielsweise an der Lüftung und
an den Fluchtwegen nötig geworden. „Das, was da baulich gefordert war, schien mir alles machbar zu sein“,
berichtet Krauss weiter. Einzelne Maßnahmen im Bunker seien sogar schon angekurbelt worden.

Entscheidung nach Begehung

In der vergangenen Woche änderte sich laut Krauss’ Auskunft dann die Situation. Am Dienstag habe eine
erneute Begehung des Gebäudes stattgefunden, mit dabei auch Fachplaner aus dem Bauamt und Brandschutz-Fachleute.
Diese hätten auch darauf bestanden, den Bunker mit einer Anlage auszurüsten, die Rettungskräften im
Ernstfall ermöglicht, den Funkverkehr aufrecht zu erhalten. „Das ist sicher sinnvoll, hat aber ein Problem:
So ein Ding allein kostet um die 40.000 Euro“, sagt Krauss und erklärt, auf dieser Basis sei die Gesamtmaßnahme
wirtschaftlich einfach nicht mehr zu verantworten. Schade aus Sicht des Autowerk-Chefs, war der Probebunker
doch ohnehin schon eher ein Goodwill-Projekt: „Uns hat es gereicht, dass der Bunker genutzt ist und die Bands
eine Bleibe haben. Deshalb haben die statt Miete eher einen erhöhten Betriebskosten-Satz bezahlt.“

Sozusagen als i-Tüpfelchen wurde kurz nach der Begehung ein Schreiben der Stadt zugestellt, der die Nutzung
des Bunkers mit sofortiger Wirkung untersagt. Offenbar ein Ergebnis der Begehung, wie Krauss dem Text entnimmt:
„Das sind drei Seiten Feststellungen, aus denen hervorgeht, dass es ,erhebliche Brandlasten‘ gibt. Teppiche,
Poster, Kabel und ,nicht unerhebliche Mengen Alkohol‘ sind da zum Beispiel genannt.“
Auf Nachfrage der „Main-Spitze“ bestätigte die Stadtverwaltung den Vorgang und erklärt:
„Die bisherigen Nutzer laufen zum Beispiel Gefahr, einen Brand viel zu spät zu bemerken und nicht rechtzeitig
das Gebäude verlassen zu können. Deswegen darf der Bunker bis zur Behebung der Mängel für sogenannte
„stationäre“ Zwecke, das heißt vor allem mit längerer Verbleibdauer, nicht genutzt werden.“

Keine Führungen mehr

Nutzungen wie zum Beispiel Führungen seien davon nicht betroffen. Auf letztere will Krauss allerdings künftig
auch verzichten, weil der Aufwand, etwa für das Reinigen der Anlage, für so sporadische Anlässe zu groß ist.
Arbeiten dieser Art hatten bislang die Musiker zum großen Teil selbst erledigt und den Bunker so „in Schuss“ gehalten.
Die acht Bands, die für Leben im Bunker gesorgt hatten, haben ihre Proberäume bereits geräumt.
„Das ist eine ganz schwierige Situation für uns alle“, berichtet Rico Bozenhard von der Band „Roof Rabbits“,
die vor eineinhalb Jahren die ersten Mieter im Bunker waren: „Acht Bands können jetzt erst mal nicht weitermachen.
Es gibt in Rüsselsheim einfach keine Alternativen.“ Man habe bereits eine Anfrage an die Stadt gerichtet,
ob man Ausweichquartiere zur Verfügung stellen könne. Eine entsprechende Frage vonseiten der „Main-Spitze“
blieb bis Montag unbeantwortet.


Bunker wird zur Rock-Bastion

In Opels Altwerk-Gebäude D20 in Rüsselsheim haben sich Bands eingemietet

Main-Spitze 09. Mai 2015 / Von André Domes

Bands
RÜSSELSHEIM - Eine kulturelle Bespielung des Opel-Altwerks steht, spätestens seit dem Aus für die Mall-Pläne,
ganz oben auf der städtischen Wunschliste. Und während die Kommune noch sondiert, konzipiert und verhandelt,
hat sich Kultur in einer Ecke des Geländes schon längst niedergelassen – ganz ohne städtisches Zutun.
Im Hochbunker D20, wegen seiner früheren Nutzung als Getränkelager auch als „Cola-Bunker“ bekannt,
hat sich im Laufe des vergangenen Jahres ein kleines Proberaumzentrum für lokale Bands entwickelt.
Eine höchst erfreuliche Entwicklung, denn was zu Kriegszeiten als Zufluchtsort für mehr als Tausend
Opel-Mitarbeiter und Rüsselsheimer diente, bedient nun den Bedarf in einer Nische des Immobilienmarktes,
die an chronischer Unterversorgung leidet.
„Mit Räumlichkeiten im Altwerk für Proben sieht es ganz schlecht aus – höchstens im Bunker“ – an die
Auskunft aus dem Büro von Altwerks-Mit-Inhaber Dr. Lutz Krauss im Frühjahr 2014 kann sich Rico Bozenhard
noch gut erinnern. Was von den Altwerksbesitzern als Entschuldigung gemeint war, bedeutete für den Bassisten
und seine Band, die „Roof Rabbits“, einen absoluten Volltreffer.

Dicke Betonwände

Die vierköpfige Truppe, die eine Hälfte ist bei „Roof Rabbit Radio“ regelmäßig auch auf Radio Rüsselsheim
zu hören, war zu dieser Zeit dringend auf der Suche nach einer neuen Probestätte. Und insgeheim hatten die
Musiker ohnehin auf einen Platz im damals ungenutzten Bunker spekuliert. „Ich bin beruflich hier ab und zu
vorbeigekommen und habe mir schon lange gedacht, dass das eine ideale Probe-Location wäre“, erzählt Bozenhard,
der sich daraufhin im Januar 2014 bei HKS, der Firma von Krauss und den anderen Altwerksinvestoren,
meldete und nach Kapazitäten für Proberäume fragte. Nachdem man über die Konditionen übereingekommen war,
wurde der Mietvertrag unterschrieben – gerade einmal zwei Monate nach der ersten Anfrage. Alsbald erwiesen
sich die „Roof Rabbits“ als Pionier-Mieter, die mit ihrer Initiative den Weg für weitere Bands ebneten.
Mittlerweile sind fünf Proberäume auf mehreren Etagen des Betonbaus eingerichtet, in denen sich acht und
mehr Bands an ihren Songs feilen, Aufnahmen machen, Shows entwickeln oder sich komplett neu formieren.
Die Musiker freuen sich über die Nähe zu Gleichgesinnten und Rüsselsheim erhält damit die Chance, zum ersten
mal seit langer Zeit eine Rock- und Pop-Bandszene zu entwickeln – mit dem Bunker als Zentrum.

Die Eignung des Bauwerks als Probestätte liegt auf der Hand: Die dicken Betonwände lassen wenig Schall
nach außen dringen, lediglich die Snaredrum-Schläge bahnen sich bei Probenbetrieb durch die Lüftungsrohre
ihren Weg nach außen. Weil rings um den Bunker lediglich Gewerbeflächen angesiedelt sind, fühlt sich von
den abendlichen Proben und Sessions ohnehin kaum jemand gestört. So minimieren Bauwerk und Standort ganz
automatisch das Konfliktpotenzial, das Proberaumzentren nur allzu oft anhaftet und so mancher Einrichtung
schon den Garaus gemacht hat.

Platz für weitere Probenräume

Um das historische Gebäude für den Proberaumbetrieb herzurichten, habe auch der Vermieter schon einiges
in den Bau investiert, lobt Bozenhard. So sei mittlerweile die komplette Elektrik erneuert worden,
auch neue Wasseranschlüsse seien installiert worden. Das wichtigste sind aber die Trockenbauwände,
die Krauss von seinem Team in einigen Etagen hat einziehen lassen. Erst so werden aus den relativ
großen Räumen für Bands geeignete Einheiten in der Größenordnung zwischen 30 und 40 Quadratmetern.
Für weitere vier Proberäume sei im Bunker noch auf alle Fälle Platz, schätzen die Musiker – dafür müsste
noch nicht einmal der interessanteste Raum des Bauwerks weichen: Gleich gegenüber des „Roof Rabbits“-Domizils
befindet sich ein ehemaliges Geheimlabor, in dem Nazis fragwürdigen Experimenten nachgegangen sind – natürlich
fiktiv, denn bei der Schaltzentrale handelt es sich um die Kulisse für Szenen aus der skurrilen
Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“, der vor einigen Jahren im Rüsselsheimer Bunker gedreht wurde.
Noch ein Standortvorteil, denn für Bandfotos ist das Filmset wie gemacht.



Proberäume im Opel-Bunker

Opel-Altwerk – Die Band „Roof Rabbits“ richtet sich im D20 ihr Domizil
ein – Hausherr HKS: Ein Versuch

Rüsselsheimer Echo 03. Juni 2014 / red.

RoofRabbits
Die „Roof Rabbits“ haben sich einen Raum im Luftschutzbunker auf dem Opel-Altwerkareal gemietet.
Im Juli zieht eine weitere Band ein. Die Musiker wünschen sich, dass sich der dreistöckige Koloss
aus Eisenbeton zu einem Zentrum der Musikszene entwickelt.  Foto: Frank Möllenberg

Im Hochbunker auf dem Opel-Altwerkareal hat sich die Band „Roof Rabbits“ einen Proberaum eingerichtet.
Der Betonklotz mit seinen dicken Mauern ist dafür ein idealer Ort. Der Mietvertrag mit der nächsten
Band ist schon unterschrieben.

RÜSSELSHEIM.

Grauer Eisenbeton, die Wände zwei Meter dick, kein einziges Fenster. Die „Roof Rabbits“ fühlen sich wohl.
Die noch recht junge Rüsselsheimer Band hat sich eine der düsteren Kammern im Bunker auf dem
Opel-Altwerk-Areal als Proberaum eingerichtet. Neben Verstärkern, Boxen und musikalischem Zubehör
gehören ein Sperrmüllsofa und abgelatschte Orientteppiche unbedingt zur Ausstattung. Dann noch eine Kiste Bier.
Der Mülleimer ist aus weißem Emaille und trägt die Aufschrift „Damenbinden“. Ihn haben die Musiker in
der noch original erhaltenen Toilette gefunden, auch er erzählt von der bewegten Geschichte des
Luftschutzbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg.

Zweite Band folgt im Juli

Lutz Krauss, der mit seinen Partnern der Firma HKS das Altwerk erworben hat, sieht der neuen Nutzung
gespannt zu. „Wir probieren das jetzt mal aus“, sagt er. Für Anfang Juli hat er einen zweiten Mietvertrag
mit einer Band abgeschlossen, den „Dislikes“. Der Bunker hat bei der Entwicklung des Geländes keine Priorität,
wie Krauss ergänzt. Er steht halt da. Abreißen wäre viel zu aufwendig und zu kostspielig, Sprengen würde
die Bahntrasse und die umliegenden Gebäude gleich mit in Trümmer legen. Es gab einige Ideen für die Nutzung
des drei Stockwerke hohen Betonkolosses, erzählt Krauss. Disco. Champignonzucht. Rechenzentrum. Viele der
rund 30 Räume sind Durchgangsräume, das ist ein Problem. Opel hatte hier ein Archiv untergebracht, später
lagerte der Caterer Dussmann hier seine Vorräte. Im Raum neben dem Proberaum der „Roof Rabbits“ steht noch
die Filmkulisse von den Dreharbeiten für die Science-Fiction-Komödie „Iron Sky“‘. Mit einem Schaltpult,
wie es mit etwas Fantasie auch aus einem Tonstudio stammen könnte.

Keinen Probetermin verpasst

Nach dieser Unterhaltung setzten beide ihren lange gehegten Traum einfach um. Schnell war ein Schlagzeuger
gefunden: Andreas Weis, kurz Andy, ein alter Schulfreund Bozenhards. „Unser erster Probetermin war ein
Mittwoch bei mir zuhause“, erinnert sich Rico Bozenhard (sein Musikername: Rock). „Seitdem haben wir keinen
Mittwoch verpasst“, fügt Jones hinzu. Sänger Christopher Jarret alias Steve stieß vor einem Jahr dazu,
auch er hatte nie zuvor in einer Band gesungen, wie er zugibt, und bekommt dafür schon Anflüge von
Pearl Jams Eddie Vedder ganz gut hin.

„Jetzt konnte ich endlich ein richtiges Schlagzeug anschaffen“, freut sich Andy nach fünf Jahren mit
dem E-Schlagzeug auf Zimmerlautstärke über den neuen Proberaum. Hinter den dicken Betonwänden stört die
Band niemand mit ihrem Krach. Die Rabbit-Songs, eine Mischung aus Deutschrock, Alternative, Independent,
Grunge, auch mal hart, aber auch melodiös, mit vielen Rhythmuswechseln, Brüchen, Tonsprüngen kommen wie
Erzählungen daher. Hier und dort klingt es noch etwas schräg. „Rabbit-Style eben“, fasst Rico Bozenhard zusammen.

„So leer“ erzählt von dem Blick in den Spiegel an einem Morgen, der nicht einer der besten ist, „Menschen“
handelt vom Verlust einer geliebten Person, „Love of Opposite Souls“, die einzige englischsprachige Nummer
auf der CD, beschreibt das Wechselbad der Gefühle. Doch letztlich lassen die Songtexte den Assoziationen des
Hörers weiten Raum.

Wie die Kommune 2010, wo sie ihre CD aufgenommen haben, können sich die Rabbits auch den Opel-Bunker
vorstellen. Auf dem ehemaligen Fabrikareal der Firma Fredenhagen in Offenbach sind heute rund 60 Bands mit
ihren Proberäumen und weitere Künstler untergebracht, es gibt das Tonstudio und regelmäßig werden dort
Konzerte veranstaltet. Eine „Kunst- und Musikergemeinschaft“, wie der Leiter Johannes Matthias die 2010
gegründete Kommune beschreibt. Gerade habe sich eine Band aus Bischofsheim nach Proberäumen im Bunker erkundigt,
erzählt Rico Bozenhard.


Dachhasen auf Sendung

Rüsselsheimer Echo 16. Januar 2014 / red.

Radio Rüßelsheim - Bandmitglieder der Roof Rabbits informieren am
ersten Freitag im Monat über Rockmusik
Rock
Rockmusik in allen Facetten ist das Thema von Jonas Eisenbraun (links)
und Rico Bozenhard in ihrer Sendung Roof Rabbits auf Radio Rüßelsheim.
Am 6. Janaur hatten sie ihre erste Sendung. Foto: privat

Seit dem 6. Januar sind Jonas Eisenbraun alias Jones und Rico Bozenhard alias
Rock mit Roof Rabbit Radio bei Radio Rüßelsheim auf Sendung.
Die beiden sind auch Bandkollegen.


Andere machen erst Musik, lernen dann eine Frau kennen, gründen eine
Familie - und geben die Band auf. Bei Jonas Eisenbraun und Rico Bozenhard
war es umgekehrt: Als Jugendliche hatten sie allenfalls im Musikunterricht
die Blockflöte in der Hand. Als junge Väter, die sich über den Kreis der Kita-
Eltern kennenlernten, gründeten sie ihre erste Band, die Roof Rabbits.

Eine spontane Idee. Jones sagte: Wenn du dir einen Baß kaufst, kaufe ich
mir eine Gitarre, erinnert sich Rico Bozenhard an ein Gespräch bei einer
Geburtstagsrunde. Jonas Eisenbraun erfüllte seinen Part, besorgte sich eine
Gitarre und begann, per Anleitung auf Video die ersten Akkorde zu klampfen.
Bald darauf kaufte sich Rico Bozenhard ein Baß-Starter-Set.
Ein Mann für das Schlagzeug war schnell gefunden: Andreas Weis, ein alter
Schulfreund Bozenhards. Das war vor drei Jahren.

Die drei Mittdreißiger trafen sich, um gemeinsam Rockmusik zu machen.
Erstes Stück: Smoke on the Water von Deep Purple. Dann In Bloom von
Nirvana, später Californication von den Red Hot Chili Peppers. Ein Sänger
mußte her. Seit einem Jahr steht Christopher Jarret, mit Nickname Steve,
am Mikrofon und das Covern ist nicht mehr die Erfüllung. Inzwischen macht
uns das Schreiben eigener Songs viel mehr Spaß, erzählt Bozenhard. Zehn
Nummern sind schon beisammen, bald soll das Material für einen ersten
öffentlichen Auftritt reichen.

Zuerst aber kommen zwei der Roof Rabbits für eine eigene Radiosendung aus
dem Proberaum heraus ins Licht der öffentlichkeit. Beim Lokalradio mitmachen -
auch so eine spontane Idee. Und auch der Name der Band: Er entstand auf einer
Fahrt zu Arbeit, erzählt Baßist Bozenhard. Er und sein Kollege übersetzten
zum Zeitvertreib alle möglichen Dinge, die ihnen in den Weg kamen, ins Englische.
Guck mal, eine Katze. Ein Dachhase. Ein Roof Rabbit.
Zu hören ist das Roof Rabbit Radio jeden ersten Freitag im Monat von 20 bis 22 Uhr
beim Lokalsender Radio Rüßelsheim, montags von 12 bis 14 Uhr wird die Sendung wiederholt.

Rico Bozenhard und Jonas Eisenbraun bieten Musik und Wißenswertes zu Themen
aus dem Bereich Rock, stellen Musikbiografien vor und laden Musiker zu sich
ins Studio ein. Die Musikrichtung ist nicht streng festgelegt, sie beschäftigen
sich nach eigenen Angaben gerne mit Grunge, Alternative, Metal und Anti-Mainstream.
Hier gelte das Motto Neues auch von Bekanntem kennenlernen. Thema der
ersten Sendung war der kürzlich verstorbene Musiker und Künstler Lou Reed,
einer der Lieblingsmusiker der Band. Dazu gab es einen Querschnitt durch
Lou Reeds Songs und seine musikalischen Stationen.

Die Moderatoren sind während und nach der Sendung über die sozialen Netzwerke
zu erreichen und freuen sich über Kontaktaufnahme. Ohne daß dieser Weg der
Kontaktaufnahme vorher groß angekündigt worden wäre, sei er bereits bei der
ersten laufenden Sendung von einem breiten Hörerspektrum genutzt worden,
berichten die beiden Moderatoren.

In der nächsten Sendung am 7. Februar werden die Hörer mit auf die Reise in
das Rock-Genre Grunge genommen - von der Entstehung über die wesentlichen
Merkmale und die Generation X bis zur Gegenwart, unterfüttert von einer
Auswahl an Songs. Für März kündigen die Roof Rabbits den Sänger und
Songwriter Claudio D´Ambrogio von der Band Rekorder als Studiogast an.


Roof Rabbit Radio hören

Frankfurter Neue Presse / Neu Isenburg vom 18.01.2014/ red.

Jonas Eisenbraun alias Jones und Rico Bozenhard alias Rock sind seit dem 6. Januar
mit Roof Rabbit Radio bei Radio Rüsselsheim auf Sendung.

Rüsselsheim. Der Name leitet sich ab von ihrer gleichnamigen Band Roof Rabbits. Zu hören sind sie
jeden ersten Freitag im Monat von 20 bis 22 Uhr.
Eine Wiederholung gibt es Montags von 12 bis 14 Uhr . Musik und Wissenswertes zu
bestimmten Themen aus der Rockmusik wie Musiker Historien oder Musiker im Studio
beschäftigen die Jungs.

Die Musikrichtung ist nicht streng festgelegt, sie beschäftigen sich gerne mit
Grunge, Alternative, Metal und Anti-Mainstream. Thema der ersten Sendung war
der kürzlich gestorbene Musiker und Künstler Lou Reed. Dazu gab es einen
Querschnitt durch Lou Reeds Songs und seine musikalischen Stationen.

Die Moderatoren sind während und nach der Sendung über die sozialen Netzwerke
zu erreichen und freuen sich über eine Kontaktaufnahme.
Ohne vorherige Ankündigung wurde dieser Weg schon bei der ersten
laufenden Sendung von einem breiten Hörerspektrum genutzt. In der nächsten
Sendung am 7. Februar werden die Hörer mit auf die Reise durch das
Rock-Genre Grunge genommen.

Im März wird dann voraussichtlich der Singer/Songwriter Claudio D Ambrogio
von der Band Rekorder zu Gast sein. Weitere Informationen zur Sendung gibt
es auf der Homepage von Radio Rüsselsheim Radio-R. Dort gibt es auch die
Playliste der letzten Sendungen. Näheres zu den Roof Rabbits und den
nächsten Sendungen steht auch auf www.roofrabbits.de.